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Der GASENZ Sauerstoffmonitor dient zur Überwachung der Umgebungsluft in Bereichen, in denen durch Sauerstoffmangel oder Sauerstoffanreicherung ein Risiko für Personen entstehen kann. Typische Ursachen sind z. B. Stickstoff, Kohlendioxid oder andere Gase, die den Sauerstoffgehalt in Arbeitsbereichen verändern können.
Das kompakte Wandgerät kombiniert Sauerstoffmessung, Auswertung sowie optische und akustische Alarmierung in einem Gerät. Der GASENZ kann als eigenständiger Raumwächter eingesetzt oder über Ausgangssignale in eine übergeordnete Steuerung eingebunden werden.
Zirkonia-Sensor: Die Zirkonia-Ausführung eignet sich besonders für Anwendungen mit langer Sensorlebensdauer und geringem Wartungsaufwand. Der Sensor ist nicht verbrauchend, besitzt eine hohe Langzeitstabilität und ermöglicht schnelle Ansprechzeiten.
Elektrochemischer Sensor: Die elektrochemische Ausführung ist eine kosteneffiziente Alternative für klassische Raumüberwachungen. Der Sensor arbeitet nach dem Prinzip der Sauerstoffdiffusion durch eine Membran und erzeugt ein dem Sauerstoffgehalt proportionales Messsignal.
Die Messung erfolgt immer an dem Punkt, an dem das Gerät installiert ist. Bei der Auslegung sollte daher berücksichtigt werden, ob das verdrängende Gas leichter oder schwerer als Luft ist. CO2 sammelt sich beispielsweise bevorzugt in tiefer liegenden Bereichen, während andere Gase ein anderes Ausbreitungsverhalten haben können.
| Gerät: | GASENZ Sauerstoffmonitor |
| Messbereich: | 0 … 25 % O2 |
| Sensorvarianten: | Zirkonia oder elektrochemisch |
| Auflösung: | 0,01 % O2 |
| Ansprechzeit: | < 15 Sekunden innerhalb des gewählten Bereichs |
| Druckbereich: | 900 … 1100 mbar abs. |
| Feuchte: | 0 … 95 % rF, nicht kondensierend |
| Temperatur Zirkonia: | -25 … +60 °C |
| Temperatur elektrochemisch: | 0 … +45 °C |
| Sensorlebensdauer Zirkonia: | bis zu 5 Jahre |
| Sensorlebensdauer elektrochemisch: | bis zu 18 Monate |
| Kalibrierintervall: | anwendungsabhängig, typ. 12 Monate bei Zirkonia / 3 … 6 Monate bei elektrochemischem Sensor |
| Ausgangssignal: | 4 … 20 mA |
| Digitale Kommunikation: | RS232 |
| Relaisausgänge: | Relaiskontakte für Alarmfunktionen |
| Anzeige: | LCD, Anzeige in % O2 |
| Alarmierung: | akustisch und optisch |
| Spannungsversorgung: | 85 … 230 V AC oder 24 V DC |
| Montage: | Wandmontage / vertikale Fläche |
| Gehäusematerial: | ABS |
| Zertifizierung: | ETL: UL-61010-1, EMC: EN 50270 |
Der GASENZ ist besonders dann sinnvoll, wenn eine lokale Warnung direkt im Arbeitsbereich gewünscht ist. Durch die integrierte akustische und optische Alarmierung kann das Gerät ohne zusätzliche Anzeigeeinheit eingesetzt werden. Über den 4 … 20 mA-Ausgang und die Relaiskontakte ist zusätzlich eine Einbindung in bauseitige Steuerungen, Warnsysteme oder Gebäudeleittechnik möglich.
Der GASENZ-18-929 mit Remote-Sensor OC-221 ist eine kompakte Sauerstoffmessung für die Raumüberwachung und den Personenschutz. Das System eignet sich für Arbeitsbereiche, in denen durch Inertgase, Stickstoff, CO2 oder andere Gase Sauerstoff verdrängt werden kann.
Bei dieser Ausführung ist der Sauerstoffsensor getrennt vom Auswertegerät montiert. Dadurch kann die Messstelle flexibel im Raum positioniert werden, während Anzeige, Bedienung und Alarmierung gut zugänglich an der Wand installiert bleiben.
Die getrennte Montage ist besonders dann sinnvoll, wenn der Sauerstoffgehalt nicht direkt am Bediengerät, sondern an einer bestimmten Stelle im Raum überwacht werden soll. Der Sensor kann an der Wand, frei hängend im Raum oder auch in einem Nebenraum installiert werden.
Das ist vor allem bei Gasen wichtig, die sich nicht gleichmäßig im Raum verteilen. CO2 ist schwerer als Luft und kann sich bevorzugt in tiefer liegenden Bereichen sammeln. Leichtere Gase können dagegen andere Positionierungen erforderlich machen.
Die Auswerteeinheit wird zur Wandmontage vorgesehen und beinhaltet Display, Bedienung, Alarmierung sowie elektrische Ausgänge. Der Remote-Sensor OC-221 wird über ein 10 m langes Kabel angeschlossen und kann dadurch unabhängig vom Gehäuse positioniert werden.
Das Gerät besitzt eine integrierte optische und akustische Alarmierung. Zusätzlich steht ein analoges Ausgangssignal sowie ein potentialfreier Relaiskontakt zur Verfügung, um externe Alarmgeber, Steuerungen oder Gebäudeleittechnik einzubinden.
Die Ausführung mit Remote-Sensor ist für universelle Anwendungen außerhalb explosionsgefährdeter Bereiche vorgesehen. Für Ex-Zonen oder sicherheitsgerichtete Anwendungen sollten geeignete alternative Messsysteme geprüft werden.
| Gerät: | GASENZ-18-929 mit Remote-Sensor OC-221 |
| Messgröße: | Sauerstoff |
| Messbereich: | 0 … 25 % O2 |
| Auflösung / Genauigkeit: | ± 0,1 % O2 |
| Sensor: | OC-221, elektrochemisch |
| Sensormontage: | Remote / getrennt montiert |
| Sensorkabel: | 10 m |
| Reaktionszeit: | 0 … 25 % < 12 Sekunden |
| Sensorlebensdauer: | bis zu 2 Jahre an Luft |
| Betriebsspannung: | 85 … 264 V AC, alternativ 24 V DC erhältlich |
| Anzeige: | 100 x 33 Grafikdisplay |
| Bedienung: | 4-Tasten-Bedienung |
| Alarmierung vor Ort: | integrierter optischer und akustischer Alarm |
| Analogausgang: | 4 … 20 mA, Linearität ± 1 % |
| Digitalausgang: | 1 SPDT Relais, potentialfrei, 5 A |
| Gehäuse: | 145 mm H x 110 mm B x 93 mm T, ca. 250 g |
| Montage: | Wandmontage |
| Temperaturbereich: | -20 … +50 °C |
| EMV: | CE geprüft und getestet nach EN61000-6-4, EN61000-6-2, EN55022, EN61000-3-3 |
| Ex-Bereich: | nicht für Ex-Zonen vorgesehen |
| Option: | Spritzschutz für Sensor erhältlich |
Die Remote-Ausführung ist besonders geeignet, wenn die Messstelle und die Bedienposition nicht identisch sind. Der Sensor kann dort installiert werden, wo ein Sauerstoffmangel am wahrscheinlichsten oder am kritischsten ist, während das Auswertegerät gut sichtbar und bedienbar bleibt.
Damit eignet sich das System besonders für Anlagenbereiche, Technikräume, Laborbereiche oder Produktionsumgebungen, in denen eine flexible Sensorpositionierung erforderlich ist.
Der GASENZ SIL2 ist eine Sauerstoff-Raumüberwachung für sicherheitsgerichtete Anwendungen, bei denen Sauerstoffmangel durch Inertgase, Stickstoff, CO2 oder andere verdrängende Gase erkannt werden soll.
Die Ausführung mit integralem Sensor eignet sich für Anwendungen, bei denen Messung und Auswertung kompakt an einem Punkt installiert werden sollen. Die Alarmierung erfolgt nicht lokal über das Gerät selbst, sondern über die kundenseitige Safety-SPS bzw. das bauseitige Sicherheitssystem.
Bei der SIL2-Ausführung übernimmt der GASENZ die Sauerstoffmessung und stellt das Messsignal sowie die relevanten Schaltkontakte für das Sicherheitssystem bereit. Die eigentliche Alarmierung, Verriegelung oder Abschaltung wird kundenseitig über eine geeignete Safety-SPS realisiert.
Das ist insbesondere bei behördlich oder betrieblich vorgegebenen SIL-Konzepten wichtig, bei denen lokale Einzelalarmierung nicht ausreicht und die Signale in eine übergeordnete Sicherheitsfunktion eingebunden werden müssen.
Bei der integralen Ausführung befindet sich der Sensor direkt am Messgerät. Die Detektion erfolgt daher an genau dem Punkt, an dem das Gerät installiert wird. Bei der Auslegung muss berücksichtigt werden, wie sich das jeweilige Gas im Raum verhält.
CO2 ist schwerer als Luft und kann sich bevorzugt in tiefer liegenden Bereichen sammeln. Andere Gase können je nach Dichte, Temperatur, Luftbewegung und Austrittsstelle ein anderes Ausbreitungsverhalten zeigen. Die Montageposition ist deshalb ein wesentlicher Bestandteil der Auslegung.
| Gerät: | GASENZ SIL2 Sauerstoff-Raumüberwachung |
| Ausführung: | Integraler Sensor |
| Messgröße: | Sauerstoff |
| Messbereich: | 0 … 25 % O2 |
| Sensortechnik: | Elektrochemischer Sauerstoffsensor |
| SIL-Einstufung: | SIL2-zertifiziert |
| Signal: | 4 … 20 mA, linear |
| Relais: | Alarm- und Störmelderelais |
| Alarmierung: | über kundenseitige Safety-SPS / externes Sicherheitssystem |
| Lokale Alarmierung: | keine lokale Alarmierung über das Gerät vorgesehen |
| Einsatzbereich: | Allgemeine Anwendungen, ATEX Zone 1 / Zone 2 je nach Ausführung |
| Versorgung: | 24 V DC |
| Montage: | Wandmontage am Messpunkt |
| Sensorwechsel: | leichter Sensortausch möglich |
Der GASENZ SIL2 mit integralem Sensor ist besonders geeignet, wenn eine kompakte Messstelle mit SIL2-zertifizierter Sauerstoffmessung benötigt wird. Die Auswertung der Grenzwerte, Alarmweiterleitung und mögliche Sicherheitsfunktionen erfolgen über das kundenseitige Sicherheitssystem.
Damit eignet sich das Gerät für Anlagen, bei denen Sauerstoffmangel nicht nur angezeigt, sondern sicherheitsgerichtet bewertet und weiterverarbeitet werden muss.
Der OxyTx Sauerstofftransmitter dient zur Überwachung des Sauerstoffgehalts in der Raumluft und wird für den Personenschutz in Industrie- und Prozessanwendungen eingesetzt. Typische Anwendungen sind Bereiche, in denen durch Stickstoff, CO2 oder andere Inertgase Sauerstoff verdrängt werden kann.
Das System eignet sich besonders für Anwendungen in explosionsgefährdeten Bereichen. Die Messwertübertragung erfolgt über eine 4 … 20 mA Stromschleife. Je nach Einbausituation ist der OxyTx mit integriertem oder externem Sensor erhältlich.
Der OxyTx kann mit integriertem Sensor direkt am Messumformer oder mit externem Sensor ausgeführt werden. Dadurch kann die Sauerstoffmessung optimal an die jeweilige Einbausituation angepasst werden.
Die Messung erfolgt immer an der Stelle, an der sich der Sensor befindet. Bei der Auslegung muss berücksichtigt werden, ob sich das zu überwachende Gas eher in Bodennähe oder im oberen Raumbereich sammelt. CO2 ist beispielsweise schwerer als Luft und sammelt sich bevorzugt in tieferen Bereichen.
Der galvanische elektrochemische Sauerstoffsensor arbeitet ähnlich einer Brennstoffzelle. Abhängig von der Sauerstoffkonzentration erzeugt der Sensor einen proportionalen elektrischen Strom.
Das kapillare Diffusionsinterface sorgt für einen stabilen Betrieb in Umgebungsluft. Die Sensortechnologie ist vergiftungsresistent und ermöglicht einen einfachen Sensortausch sowie eine Kalibration mit Umgebungsluft.
Der OxyTx ist als eigensicheres Messsystem für die direkte Montage im explosionsgefährdeten Bereich ausgeführt. Die Spannungsversorgung und Signalübertragung erfolgen über eine Zweileiter-Stromschleife.
Für größere Anlagen können mehrkanalige Systeme mit zentraler Auswertung über die GCU-Meldezentrale aufgebaut werden. Passende Barrieren zur Versorgung des Gesamtsystems sind verfügbar.
| Gerät: | OxyTx Sauerstofftransmitter |
| Messgröße: | Sauerstoff in der Raumluft |
| Messbereich: | 0 … 21 % O2 (max. 25 %) |
| Auflösung: | ± 0,05 % O2 |
| Sensortyp: | OC-48 elektrochemischer Sensor |
| Sensorausführung: | integral oder extern |
| Ansprechzeit: | T90 < 14 Sekunden typisch |
| Ausgangssignal: | 4 … 20 mA Zweileiter-Stromschleife |
| Versorgung: | 7 … 30 V DC |
| Anzeige: | 4-stellige LCD-Anzeige |
| Bedienung: | 4-Tasten-Bedienung |
| Statusanzeige: | grüne LED Betriebsanzeige |
| Druckbereich: | ± 10 % gegenüber Umgebungsdruck |
| Feuchte: | 0 … 95 % rF, nicht kondensierend |
| Temperaturbereich: | -20 … +50 °C |
| Gehäuse: | 122 x 122 x 75 mm |
| Schutzart: | IP66 |
| Zulassung: | ATEX II 2 G EEx ia II C T4 |
| Systemerweiterung: | Mehrkanalsysteme mit GCU-Zentrale möglich |
Der OxyTx eignet sich besonders für Anwendungen, bei denen Sauerstoffmangel in Ex-Bereichen sicher erkannt werden muss. Durch die eigensichere Ausführung und die flexible Sensorpositionierung kann das System in unterschiedlichsten Industrieumgebungen eingesetzt werden.
Die Möglichkeit zur Einbindung in mehrkanalige Warnsysteme macht den OxyTx besonders interessant für größere Anlagen und zentrale Überwachungskonzepte.
Sicher arbeiten – Sauerstoffgehalte zuverlässig überwachen
In vielen Laboren, technischen Räumen und Produktionsbereichen kommen heute Inertgase oder Sauerstoff zum Einsatz. Was oft unterschätzt wird: Schon eine einzelne Gasflasche kann im Leckfall den Sauerstoffgehalt im Raum so weit verändern, dass für das Personal eine ernste Gefahr entsteht.
Um Betreiber bei der Auslegung solcher Überwachungen besser zu unterstützen, haben wir eine kompakte technische Planungsgrundlage zusammengestellt. Sie hilft dabei, Gefährdungen einzuschätzen, sinnvolle Sensorpositionen zu definieren und die notwendige Anzahl an Messpunkten abzuleiten.
Sauerstoffmessungen im Innenraum sind immer dann notwendig, wenn folgende Faktoren auftreten:
Sobald relevante Mengen an Gasen vorhanden sind und regelmäßig Personen im Raum arbeiten, sollte laut gängigen Vorschriften eine Sauerstoffüberwachung mindestens geprüft – meist jedoch umgesetzt – werden.
Unsere Planungsgrundlage zeigt anhand einfacher Beispiele, dass bereits einzelne Gasflaschen kritische Sauerstoffwerte verursachen können.
Die notwendige Anzahl an Sensoren hängt von mehreren Faktoren ab:
Typische Praxisrichtwerte:
Unsere Planungsunterlage beschreibt ein einfaches Vorgehen:
Wir unterstützen Betreiber bei der Auswahl geeigneter Sauerstoff-Überwachungssysteme für:
Die Systeme überwachen sowohl Sauerstoffmangel als auch Sauerstoffüberschuss und können an unterschiedlichste Anlagen- und Raumkonzepte angepasst werden.